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on the road personal thoughts

Repeat.

Der Hype um dich, der scheint endlos, denn alle wollen bei dir sein. Du erzählst Geschichten von Freiheit und von Rebellion und vor allem junge Leute und solche, die immer jung bleiben wollen, hängen dabei gierig an deinen Lippen. Du bist wunderschön, keine Frage, wenn auch mit vielen Ecken und Kanten – vielleicht machen auch gerade die dich spannend. Du bist unendlich vielseitig und du weißt genau um deine Mächtigkeit, mit der du jeden umhaust, der dich das erste Mal sieht. Du bist wie unser eigenes kleines New York, denn du gibst einem unendlich viele Möglichkeiten.

 

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personal thoughts

Until we meet again

In drei Tagen, da wäre dein Geburtstag. Und dieses Jahr ist es über ein Jahrzehnt her, dass ich dir zum letzten Mal gratulieren konnte. Allein diese Zahl, Zehn, sie schlägt mir so fest in die Magengrube und hinterlässt ein großes, schwarzes Loch. Das Loch, das mich daran erinnert, dass du nun schon fast mein halbes Leben nicht mehr da bist, und die Einsicht, dass der Schmerz immer noch nicht besser geworden ist und es wohl auch nicht mehr werden wird.

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Von Münchner Arroganz und Berliner Freiheit

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(Vorlektüre: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/498951/Berliner-Arroganz-und-Muenchner-Freiheit)

Es ist nicht besonders schwer, aus meinem Mund eine Hasstirade gegen Bayerns Hauptstadt auszulösen. Normalerweise reicht es, die Worte „Feiern“, „U-bahn“, „Mietpreise“ oder „Polizei“ in den Mund zu nehmen, und ich bin sozusagen gezwungen, meine Meinung zu ebenjenen Themen in Form eines leidenschaftlichen literarischen Wasserfalls irgendwo zwischen Fremdwörtern und Fäkalsprache lautstark kundzutun. Und dabei bin ich eigentlich einer dieser Menschen, die ihre Meinung nicht jedem auf‘s Auge drücken, wenn sie nicht danach gefragt werden. Woher kommt also meine starke Meinung zu München? Ich verzichte an dieser Stelle jetzt bewusst auf Bilder, einfach, weil es zu lustig ist, mir vorzustellen, wie ihr euch das gerade ausmalt, aber vor einigen Jahren sah ich noch um einiges wilder aus und, so doof das jetzt auch klingen mag, habe durchaus eine andere Behandlung in München erfahren. We‘re talking purple hair, two dozen piercings, 8 inch platform boots and a sidecut here, okay? Dementsprechend extrem habe ich auch die Münchner Spießigkeit und Ablehnung kennen und fürchten gelernt, und auch als die Markensachentragende Barbie, die ich heute nach außen hin sein mag, habe ich das nie so ganz vergessen. Es stimmt, Münchner sind oberflächlich, du wirst hier schief angeguckt, wenn du aus der Masse herausstichst, es gibt einen typischen „Style“ und der ist nicht besonders einfallsreich und an manchen Stellen lügt man sich noch die schöne heile Welt zusammen. Ich wollte hier immer weg, ich mag es nicht, herauszustechen, angestarrt zu werden, anders zu sein. Und selbst das hat man mir hier nicht geglaubt. Ich würde es doch herausfordern, ich müsse mich doch nur etwas anpassen. Und hier haben wir es, das kleine Wort müssen. Denn wenn du dich allen Münchner Zwängen beugst, hast du hier ein Wahnsinnsleben. Wenn du dazu dann noch in der Schellingstraße geboren bist, und deine Eltern dich in ihre Ferienwohnung in Kitzbühl lassen, um Party zu machen, wirst du mit Sicherheit denken, das hier wäre der Himmel auf Erden. Und München hat auch gute Seiten, bitte versteht mich nicht falsch! München ist an manchen Stellen zum Verlieben schön (Feldherrenhalle, Stachus, Schwabing, Reichenbach, etc.), es gibt ebensoviele Leute, die auf dein Äußeres und deinen Besitz einen feuchten Scheißdreck geben (ich verschweige jetzt mal, dass die meisten davon allerdings in eben jenen oben erwähnten Luxuswohnungen und Ferienhäusern chillen und nur deswegen sich nicht dafür interessieren, weil sie eben hineingeboren wurden..) und einfach trotzdem locker drauf sind, die Stadt ist sauber, die Stadt ist sicher, denn eben genau jene Spießigkeit und Polizeistrenge sorgt auch dafür, dass hier nichts ausser Kontrolle gerät. Aber dazu gleich noch ein paar Gedankengänge. Denn eigentlich waren wir ja beim „Aus-der-Reihe-tanzen“, bei Offenheit, Gleichberechtigung und Akzeptanz. Und davon würde München ein wenig mehr zugegebenermaßen nicht wehtun. Ich sitze im Kater um 7 Uhr morgens und führe die übliche Debatte, muss mir vorwerfen lassen, diese Stadt kaputt zu machen und rechtfertigen, was ich hier will. Ich bin diese Diskussion leid, ich gebe schon nicht einmal mehr zu, wo ich herkomme, und ich will mich nicht ständig wiederholen müssen. Ja, Berlin ist cool. So cool, dass ich die Hälfte meiner Zeit im Moment hier verbringe, und sogar eventuell mein Leben dorthin verlagere. Ja, die Mentalität ist anders, und ich genieße das. Und ja, die vielen Touris sind manchmal anstrengend und ich verstehe, wieso die zahlreichen Änderungen schwierig hinzunehmen sind für viele Urberliner. Aber das heißt nicht, dass ich alles hier lieben muss, dass ich mich ständig für meinen Wohn- bzw Geburtsort rechtfertigen muss, oder dass alles stimmt, was man so über uns Münchner sagt. Ist schließlich auch nicht jeder Berliner unfreundlich, Drogenkonsument und hat keinen Bock zu arbeiten. Einige aber schon. In Berlin spricht dich jeder per Du an, hier Ansässige rechtfertigen das gerne mit: „Bei uns hält man sich eben einfach nicht für was besseres. Da sind die Leute mehr am Boden geblieben.“. Nicht so wie in München. Sagt keiner, aber sie denken es alle. Ich werfe ein, dass eben genau das auch einfach ein Zeichen von fehlendem Respekt sein kann (je nach Intention natürlich nur!). In Berlin hat man keine Berührungsängste. Die Leute dringen scheinbar selbstverständlich in dein Leben, dein Gespräch, deine Comfortzone. Mischen sich in einen Wortwechsel ein, den sie überhören, fassen dich an, sind sehr direkt. Alles ist irgendwie übersteuert. Maximum Dreistigkeit, hier muss immerhin ein Ruf verteidigt werden, und schockieren tut man ja sowieso gerne. 
Berlin ist am härtesten, am lautesten, am offensten, am krassesten. Ich versteh nicht ganz, wer gesagt hat, dass man sich dadurch definieren muss? Berlin ist doch auch so toll, ganz ohne die Reality-tv-reife Dosis an Drogen, Sex und Gewalt. Es ist nicht alles Berlin Tag und Nacht. Hab ich gehört. Versteht mich nicht falsch, ich liebe euch für eure Art. Das ist der Grund, wieso ich mich wohlfühle, Wieso es mich hierher zieht. Ich lebe von Input, und davon gibt es hier endlos viel. Ich finde hier soviel von dem Contra, das ich in München lange gesucht habe. Ich bin selbst die am lautestens miauende Katze, und das, obwohl ich (meist) nicht kratze, aber selbst die „Angriff-ist-die-beste-Verteidigung“-Schiene hat mal ein Ende, wenn man angekommen ist. Keiner muss sich für das, was er tut, rechtfertigen, denn jeder hat das Recht, zu tun, was er für richtig hält. Das hat man mir in München so beigebracht. Jedem das seine. Und das ist vielleicht das einzige bisschen Freiheit und Akzeptanz, in dem wir Münchner euch überbieten

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The privilege of choice

blog4

“Wir leben hier auf dem Sahnehäubchen der Torte. Nichtmal das, wir sind die Spiegelung auf der Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Die meisten wissen nicht einmal, wie froh sie sein können, hier geboren zu sein.”

Ich habe das unglaubliche Glück, von Personen unterrichtet zu werden, die solche Dinge sagen. Dinge, die mich oft nachdenklich machen oder inspirieren. Und Inspiration ist tatsächlich das höchste Gut für mich. Alleine so etwas sagen zu können, das ist schon Luxus.
Und Glück habe ich auch, dass ich hier geboren bin, auch wenn ich das oft vergesse und mich über Dinge beschwere. Für uns ist das alles so selbstverständlich, dass wir sogar manchmal gar nicht darüber nachdenken, wie anders alles sein könnte.
Dass manche Menschen in eine Kaste hineingeboren werden und aus dieser kaum wieder herauskommen, dass manche Kinder mit einer AK, die fast so groß ist wie sie selbst, herumlaufen müssen um sich zu schützen, oder dass manche Frauen (ältere) Männer (aus anderen Kulturen) heiraten müssen, um sich und ihr Kind durchzubringen. So etwas in seiner offensichtlichsten Form habe ich heute beobachtet und es spukt mir noch immer im Kopf herum.
Denn während wir uns hier beklagen, wenn es mal eine Weile schwierig in einer Beziehung läuft oder man nicht schnell genug einen neuen Partner findet, gibt es so viele Menschen da draussen, die die Freiheit dieser Wahl nichtmal besitzen. Sie vielleicht nichtmal kennen oder erwarten. Oder diese einfach opfern. Selbst dass wir uns verrückt machen können, wieso der süße Typ von gestern noch nicht geantwortet hat, obwohl da doch die blauen Häkchen sind, das ist Luxus. Und obwohl all diese Dinge für uns persönlich ein kleiner Weltzusammenbruch sein können, unser Liebeskummer Seiten und Postkästen füllen kann, ist das glaube ich nicht halb so schlimm, wie jeden Tag neben einem Menschen aufzuwachen, den man nicht liebt, der einen vielleicht nicht versteht oder zu dem man sich kein bisschen hingezogen (oder schlimmeres) fühlt.

(Das alles soll nicht heißen, dass sich nicht auch Pärchen verlieben können, die verheiratet wurden, aus Vernunft oder Tradition geheiratet haben. Ich bin mir sicher, man kann einen Menschen auch lieben lernen wenn man als Fremde geheiratet hat. Ich rede nur gerade von dem Fall, falls das nicht eintritt.)

Ich kann werden, was auch immer ich will und ich kann entscheiden, mit wem ich meine Zeit verbringe. Und das ist eine Sache, die man glaube ich mit keinem Geld der Welt aufwiegen kann.

(English Version)

“We all live on on the cream topping of the cake. Not even that, we are the reflection on the cherry on the cake. And most of us don’t even know how lucky we are to be born here.”

I am so lucky to be taught by people, who say things like that. Things that make me think about everything and inspire me. Inspiration is one of the most precious things for me and just being able to say something like that is already luxury. I am lucky to be born here, although i sometimes tend to forget that and complain about things. And because we take all of this for granted, we even forget, how different it all could be.

How some people are born into a caste and have almost no chance of ever leaving it, that some kids need to carry around an AK almost as tall as themselves to protect their lives or that others need to marry a(n) (older) stranger to pull themselves and their kids through.

I saw an obvious situation like that today and it’s still kinda haunting me. Because while we complain when it gets tough in a relationship or when we can’t find a new partner quick enough, there are so many people out there who don’t even have this choice. Who maybe don’t even know or expect it. Or are willing to give it up. Even obsessing about why the cute guy from yesterday didn’t write back yet, although you can see those damn blue ticks, already is a privilege.

And even though all these things can mean a small breakdown for us that can fill up blogs or inboxes, i’m sure it’s not half as bad as waking up ever day next to someone, who we dont love, who doesnt unterstand us or who doesnt attract us even a little bit (or worse).

I can do whatever i want with my life and i can choose, with whom i spend my time. And that is a more precious thing  than all the money in the whole world.

personal thoughts

Rehab

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berlin, du bist zu meiner Droge geworden.

Aber von den meisten guten Drogen hält man sich besser fern.

Oder lernt zumindest, sich ihnen nicht zu sehr hinzugeben.

Nun trennen uns zwei weitere Jahre, obwohl ich doch schon so lange ungeduldig warten musste.

Das lachende und das weinende Auge, die sind geblieben – nur der Grund, der hat sich geändert.

Eigentlich muss ich dankbar sein für die Chance, hier alles richtig zu machen.

Und für die zweite Familie, die ich dort immer haben werde.

I guess its right what theyre sayin – everybodys got a price. So no need to feel cheap.

Irgendwann wird das Geld keine Rolle mehr spielen. Und dann wird uns nichts mehr trennen können.

Doch bis dahin, für die nächsten zwei Jahre, da wirst du meine Geliebte sein.

Und ich werde soviel Zeit mit dir verbringen wie möglich, ohne dabei meine Verpflichtungen zu vergessen.

Du bist der beste Grund für ein Doppelleben, denn bei dir bin ich ein anderer Mensch.

Du bist das Refugium, an das ich denke, wenn ich mich durch die ätzende Realität hier kämpfe.

Und wenn mir die mit rosa Zuckerguss überzogenen Luis Vui Täschchen mal wieder fast den Verstand rauben – dann bist du da und fängst mich auf, sorgst dafür, dass ich meinen Verstand nicht verliere.

Die nächsten zwei Jahre werden hart. Aber du weißt ja, die Affäre liebt man immer am meisten.