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I am I, and I wish I weren’t.

 

English

 

Why is it so hard to find a balance between reality and your dreams, the life you would like to have and the one you need to endure to survive, with ambition and megalomania on one and existential fears on the other shoulder. Everybody tells you to give 100%, but nobody how you are supposed to survive, as long as you can’t make enough money to pay your bills from the 100% wishful thinking. And so you are trying to build something for your future and put all your energy into it, although you still need a lot of it to keep everything around you from falling into pieces, until its strong enough to support itself. You go waitressing during the day so you have money to bake cupcakes at night, even if its tiring as hell and proceeding way too slow and you are starting to lose faith. But when you quit in the restaurant your damn car will break down and you will miss the money to pay for repairing it, because you were stupid enough to quit. Who got the reference of this sentence know exactly, how much we are confronted with these kinda things daily, balancing two worlds without going crazy meanwhile. And then you see people around you outgrow themselves with, as it seems, no effort at all and you ask yourself, why they succeed while you dont. Maybe they did it right, worked hard enough or just had good timing. Or they were born rich, knew the right people, or fucked their way to where they want to be. The second would of course be much more pleasant to think, but whitewashing or making up rumours about the competition never let your flowers grow faster. And so we are back in a garden full of half finished flower beds, although i hate doing garden work and keep running from left to right, towards all the things i think i need to keep my head and my health and my social life intact. But when i come back at night i find my plants dead, as i didnt take care of them or bought something to make them stronger, because i was so busy with myself.

 

Deutsch

 Wieso ist diese Gratwanderung nur so schwer zwischen Realität und Träumen, dem Leben, das wir gerne führen würden, und dem Leben, das wir leben müssen um zu überleben, mit Ehrgeiz und Größenwahn auf der einen und Existenzängsten und Vernunft auf der anderen Schulter.
Alle Leute sagen dir, du sollst hundert Prozent geben, aber keiner sagt dir, wovon du dich ernähren sollst, solange hundert Prozent Wunschdenken noch nicht rentabel sind. Du versuchst was aufzubauen und steckst dabei all deine Kraft rein, dabei brauchst du noch Kraft um alles drumherum solange vom zusammenbrechen abzuhalten, bis es sich von selber trägt. Du gehst tagsüber kellnern damit du Geld hast um Abends Cupcakes zu machen, aber dann bist du zu müde und es geht dir zu schleppend voran, du verlierst den Glaube daran. Dann kündigst du den Kellnerjob um dich vollends auf das zu konzentrieren, mit dem du dein Leben füllen willst, und dann bricht dir das Auto zusammen und du kannst es nichtmal reparieren lassen weil du ja meintest deinen Job kündigen zu müssen. Wer diese beiden Anspielungen verstanden hat, weiß genau wie ich, dass es einem an jeder Ecke nur so an den Kopf geworfen wird wie schwer ist es, beiden Welten die Balance zu halten und dabei selber nicht durchzudrehen. Und dann sehen wir Leute um uns rum, die über sich hinauswachsen und wir fragen uns, wieso das bei ihnen geht und bei uns nicht. Vielleicht haben sie es richtig gemacht, hart genug gearbeitet dafür, das richtige Timing gehabt. Oder jemand hat ihnen den Rücken freigehalten, vielleicht hatten sie Geld im Hintergrund und Connections oder haben sich ihren Erfolg erschlafen. Die letzteren Gründe wären natürlich soviel bequemer für uns, aber sich Dinge schönreden oder Gerüchte über die Konkurrenz zu erfinden macht den eigenen Vorgarten  leider längst nicht schöner oder blühender. Da stehe ich nun mit tausend angefangenen Beeten und hasse Gartenarbeit, renne zu all den Dingen, von denen ich denke, dass ich sie brauche, um meiner Psyche, meiner Gesundheit, meines Soziallebens willen, und wenn ich abends zurückkomme sehen die Pflanzen schlimmer aus als zuvor, habe ich mich doch weder um sie gekümmert noch gekauft, was sie stärken würde, weil ich doch mit mir selbst beschäftigt war.

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3 Comments

  • Reply Thuy May 18, 2014 at 1:16 pm

    Liebe diesen Text. Sehr persönlich und einfach nur die Wahrheit.
    Das Leben ist hart und bei den anderen sieht alles viel leichter aus…
    Aber egal was ist, du schaffst das schon!

  • Reply Verena November 7, 2015 at 8:29 pm

    Genau für solche Texte liebe ich diesen Blog!

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