personal thoughts

Until we meet again

In drei Tagen, da wäre dein Geburtstag. Und dieses Jahr ist es über ein Jahrzehnt her, dass ich dir zum letzten Mal gratulieren konnte. Allein diese Zahl, Zehn, sie schlägt mir so fest in die Magengrube und hinterlässt ein großes, schwarzes Loch. Das Loch, das mich daran erinnert, dass du nun schon fast mein halbes Leben nicht mehr da bist, und die Einsicht, dass der Schmerz immer noch nicht besser geworden ist und es wohl auch nicht mehr werden wird.

Ich fühle mich schuldig, zum einen, weil ich erst jetzt (hier) über dich schreibe und zum anderen, weil ich keine Worte finden kann, die dir gerecht werden. Wenn du jetzt hier wärst, dann würdest du mich in den Arm nehmen, denn du hast mir noch nie etwas übel genommen. Mit dir gab es kein Drama und keine Enttäuschungen, du warst einfach immer da für mich und einer der besten Menschen, die ich je kennenlernen durfte.

Ich vermisse dich fürchterlich, jeden Tag, und ich habe noch immer das Bedürfnis, das hinaus zu schreien in die Welt, oder es mir mit schwarzer Tinte tief in die Haut zu jagen um der ganzen Welt für den Rest meines Lebens zu zeigen, wer du warst für mich.

Ich weiß nicht, wie ich geschafft habe, das hier ohne dich zu überleben, aber ich weiß, dass du verdammt stolz auf mich wärst, in diesem Moment und auch die letzten zehn Jahre.

Ich denke gerade daran, wie du jetzt aussehen würdest und was du wohl sagen würdest, und der Klang deiner Stimme ist immer noch so nah, als wärst du direkt neben mir.

Es stimmt wohl, was sie sagen, man lebt im Herzen der geliebten durch die Erinnerung weiter, aber ich würde alles geben, um dich noch ein einziges Mal in den Arm nehmen zu können.

Was du für mich getan hast, dafür hätte ich dir nie genug danken können und es bricht mir das Herz, dass ich nicht dasselbe für dich tun konnte.

Ich habe mir so oft gewünscht, dass es mich getroffen hätte statt dir.

Und ich wünsche mir so sehr, dass du irgendwo bist, an einem Ort, den ich vielleicht nicht verstehe, aber an dem du mich zumindest noch spürst, an dem du weißt, dass ich gerade an dich denke und über dich schreibe, an einem Ort, an dem es vielleicht besser und fairer ist, als hier, und vor allem an einem Ort, an dem ich dich irgendwann wieder sehen werde.

Syotos.

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1 Comment

  • Reply Sara June 29, 2016 at 11:34 am

    Oh gott ich hab tränen in den Augen, so wunderschön geschrieben!

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